Aktuelles


Bitte beachten Sie die Rubrik "Borkenkäfer" für aktuelle Hinweise und Handlungstipps! Dort haben wir einige der wichtigsten Informationen für Sie zusammengefasst.


April 2019

Sie finden hier das Protokoll der Mitgliederversammlung vom 04.04.2019:

 

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 "Über 7000 Waldbesitzer aus Oberberg unter einem Dach"

Bericht in der OVZ/www.rundschau-online.de vom 01.02.2019 (Autor: Stefan Corssen)


Weihnachts- und Informationsbrief der FWV Bergisches Land                                                                                   Dezember 2018

An alle

Mitglieds-FBG‘en

der FWV-BL

 

 

Waldbröl/Hilchenbach/Kürten, im Dezember 2018

 

 

Aktuelle Info zur Entwicklung der FWV-BL und HKRB

 

 

Liebe Mitglieder, sehr geehrte Damen und Herren,

 

kaum hat es begonnen, geht das Jahr auch schon wieder zu Ende. Die Veränderungen für uns Forstbetriebsgemeinschaften sind bis jetzt schon sehr groß und werden im Laufe der nächsten Jahre noch viel größer werden.

 

Wir werden, wie so oft vom Ministerium und vom Landesbetrieb betont, mehr Verantwortung für unser Eigentum, den Wald übernehmen müssen.

 

Forstwirtschaftliche Vereinigung Bergisches Land auf Wachstumskurs

 

Begonnen haben wir damit, dass wir am 21.03.18 im Bergischen Land die Forstwirtschaftliche Vereinigung gegründet haben. Seit diesem Datum wächst und gedeiht die FWV Bergisches Land, mittlerweile sind 23 FBG’en mit ca. 22.000 Hektar Vollmitglied. Die Vorstände weiterer 8 FBG’en werden ihren Mitgliedern auf den kommenden Jahreshauptversammlungen vorschlagen, den Beitritt zu unserer FWV zu beschließen.

 

Es ist wahrscheinlich, dass im Frühjahr 2019 die FWV Bergisches Land insgesamt 31 Mitglieder mit insgesamt ca. 30.000 Hektar Mitgliedsfläche haben wird. Die FWV repräsentiert dann auch mehr als 7.000 Waldbesitzer. Der Klein- und Kleinstprivatwald wird mit der FWV bestimmt mehr Gehör in der Politik und auch beim Landesbetrieb Wald und Holz finden, als eine einzelne FBG alleine. Diesen Einfluss werden wir im Sinne unserer Mitglieder geltend machen.

 

Gründung der „Holzkontor Rhein-Berg GmbH“

 

Zuerst einmal sind aber die anstehenden dringendsten Probleme zu lösen:

 

Vor ungefähr einem Jahr teilte das Umweltministerium allen FBG’en mit, dass in naher Zukunft der Holzverkauf für den Privat- und Kommunalwald nicht mehr durch den Landesbetrieb Wald und Holz erfolgen wird. Als Datum des Überganges vom staatlichen Holzverkauf auf private Organisationen wurde der 01.01.19 genannt.

 

Auf der außerordentlichen Jahreshauptversammlung der FWV Bergisches Land am 25.09.18 wurde (bei Enthaltung einer FBG) einstimmig beschlossen, die Holzkontor Rhein-Berg GmbH zu gründen.

 

Die Gründung der GmbH wurde am 12.10.18 notariell vollzogen. Sowohl der Geschäftsführer, Freiherr von Landsberg-Velen, als auch zwei Bürokräfte werden zum 01.01.19 ihre Arbeit beginnen. Der Holzverkauf für unsere Mitglieder über das Holzkontor beginnt auch ab diesem Datum.

 

Private Holzvermarktung wird planmäßig am 01.01.19 starten

 

Viel Arbeit wurde bereits geleistet, es muss aber auch noch sehr viel bedacht und organisiert werden. Neben der technischen Ausstattung des Büros auf Metabolon mit Hard- und Software, Möbeln etc. musste parallel schon mit den potentiellen Holzkäufern verhandelt werden. Hier hat unser Geschäftsführer trotz der angespannten Situation auf dem Holzmarkt erste Erfolge erzielen können.

 

Unsere beiden Hauptabnehmer für Fichtenstammholz haben im 4. Quartal zusammen nur 10.000 Festmeter über die Rahmenverträge des Landes aus unserem Gebiet (Forstamt Bergisches Land und zwei FBG’en aus dem Rhein-Sieg Kreis) übernommen. Das war viel zu wenig angesichts der Borkenkäferkatastrophe, insgesamt hätte man mindestens die dreifache Menge benötigt.

 

Herr Landsberg hat in seinen Verhandlungen erreicht, dass wir im Dezember 2018 noch zusätzlich einige tausend Festmeter und im ersten Quartal 2019 über 20.000 Festmeter Holz an die beiden Hauptabnehmer verkaufen können.

 

Angesichts des enormen Holzanfalls durch Trockenheit und Borkenkäfer prüft das Holzkontor derzeit auch neue, unkonventionelle Absatzwege.

 

Insgesamt hat das Holzkontor Vorverträge über ca. 40.000 Festmeter Fichtenstammholz bis Ende März. Diese guten Ergebnisse wurden auch durch die Unterstützung des Regionalforstamtes Bergisches Land erreicht.

 

Enge Zusammenarbeit zwischen Holzkontor und Revierförstern der Mitglieds-FBG‘en

 

Entscheidend für die Arbeit des Holzkontors ist einerseits die reibungslose Schnittstelle zwischen dem Holzkontor und den Förstern bzw. Försterinnen vor Ort und auf der anderen Seite die Schnittstelle zwischen GmbH und FBG.

 

Nur wenn die Zusammenarbeit zwischen Ihren forstlichen Betreuern und dem Holzkontor von Anfang an klar definiert und strukturiert wird, erreichen wir, dass das wahr wird, was wir auf den Jahreshaupt-versammlungen immer wieder ausgesagt haben: „Im Idealfall merkt weder die FBG, noch der Waldbesitzer, dass der Holzverkauf vom Forstamt auf die GmbH übergegangen ist!“.

 

Der direkte Kontakt zwischen den Förstern und Försterinnen vor Ort ist die Garantie hierfür.

 

An dieser Schnittstelle arbeiten wir zur Zeit.

 

Modernste Technik ist Voraussetzung für effiziente/kostengünstige Holzvermarktung

 

Wir planen, dass alle Daten nur noch elektronisch übermittelt werden (papierloses Büro). Hierfür muss unsere Software kompatibel mit der Holzsoftware des Landesbetriebes sein. In intensiven Gesprächen, sowohl mit unserem Softwareanbieter und dem Landesbetrieb, haben wir da schon einige Steine aus dem Weg geräumt. Trotzdem: „Gut Ding will Weile haben!“. Unser Ziel, diese elektronische Schnittstelle zum 01.01.19 „am Laufen“ zu haben, lässt sich leider nicht realisieren. Bis Ende Januar werden wir uns durch manuelle Dateneingabe behelfen müssen.

 

Trotz aller Technik ist der persönliche Kontakt ein wichtiger Faktor für das Gelingen unseres Vorhabens. Daher werden wir uns in regelmäßigen Abständen mit Ihren forstlichen Betreuern zu einer Holzmarktbesprechung auf Metabolon treffen.

 

Wir hoffen, wir haben Ihr Einverständnis, dass wir Ihre Betreuer in Ihrem Namen zu diesen Treffen einladen dürfen. Sie werden regelmäßig über diese Treffen informiert und können natürlich gerne auch daran teilnehmen.

 

Nicht minder wichtig ist die Schnittstelle zwischen der GmbH und den FBG’en. Hier werden im Vergleich zum Forstamt einige Änderungen vorgenommen werden. Um die Kosten zu senken, sollen alle Dokumente nur als PDF per Mail versendet werden.

 

In Zukunft werden wir die Holzgelder in Form von Gutschriften auf Ihre FBG-Konten überweisen, die Holzverkaufsgebühren werden dabei direkt abgezogen. Für die Waldbesitzer sind die Gebühren des Holzkontors dann klar auf den Holzrechnungen vermerkt.

 

Sie sehen, obwohl schon vieles geleistet wurde, bleibt auch noch viel zu tun.

 

Wir werden uns zuerst also einmal darauf konzentrieren, den Prozess des Holzverkaufes so bruchlos wie möglich vom Landesbetreib auf das Holzkontor zu übertragen. Ohne den einen oder anderen „Rumpler“ wird das sicherlich nicht gehen. Sollte es hier und da dann mal haken, bitten wir jetzt schon um ihr Verständnis und appellieren, dass evtl. auftretende Probleme in Ruhe zwischen den FBG’en und dem Holzkontor besprochen werden sollten.

 

Weitere Herausforderungen für die FWV Bergisches Land und das Holzkontor

 

Im nächsten Jahr kommt dann wahrscheinlich noch viel mehr auf uns zu, wir nennen hier nur die Einführung der direkten Förderung.

 

Beim Kauf der Holzverkaufs-Software haben wir uns Optionen gesichert, die uns für diese neuen Aufgaben rüsten wird. Diese Optionen können einerseits von der FWV Bergisches Land, als auch von den einzelnen Mitglieds-FBG‘en genutzt werden. Dazu mehr auf unserer nächsten Jahreshauptversammlung im Frühjahr 2019.

 

Unser Ziel ist es, die Mitglieds-FBG’en regelmäßig über die Entwicklung der FWV Bergisches Land und dem Holzkontor zu unterrichten.

 

Wir wünschen Ihnen und Ihren Familien einige besinnliche Weihnachtstage und einen guten Rutsch ins Jahr 2019, das sicherlich für alle Waldbesitzer ein spannendes werden wird.

 

Mit freundlichen Grüßen

 

Forstwirtschaftliche Vereinigung Bergisches Land

 

 

gez. Karl-Josef Groß                                gez. Eckhard Schulte

 

1. Vorsitzender                                          2. Vorsitzender

 


25. September 2018

Gründungsversammlung für die Holzkontor Rhein-Berg GmbH, deren Kontaktdaten Sie hier finden:


Juli 2018

Der Waldbauernverband NRW. e.V. veröffentlicht in seiner Verbandszeitschrift "Die Waldbauern in NRW" (Heft Nr. 4 Juli/August 2018) ein Interview mit dem geschäftsführenden Vorstand der FWV Bergisches Land anlässlich ihrer Gründung.


Juni 2018

WICHTIG: Die Pressestelle des Bundesgerichtshofs gibt zum 12. Juni 2018 folgenden Text mit der Entscheidung des BGH heraus: 

 

"Zur Wiederaufnahme eines durch Verpflichtungszusagen beendeten Kartellverwaltungsverfahrens"

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Mai 2018

Der Waldbauernverband NRW. e.V. veröffentlicht in seiner Verbandszeitschrift "Die Waldbauern in NRW" (Heft Nr. 3 Mai/Juni 2018) einen kurzen Bericht über die Gründung der FWV Bergisches Land.


Wie alles begann:

Gegründet wurde die FWV Bergisches Land am 21. März 2018 mit acht Forstbetriebsgemeinschaften als Gründungsmitgliedern. Notwendig geworden war dieser Schritt, da dass Bundeskartellamt einen Wettbewerbsvorteil in den bisherigen Vermarktungsstrukturen, die innerhalb der Forstverwaltungen liegen, sieht.

 

Das bedeutet, dass die kooperative Holzvermarktung zum 31.12.2018 eingestellt wird, im Klartext:

Der Landesbetrieb Wald und Holz NRW darf ab dem 01. Januar 2019 kein Holz für Privatwaldbesitzer mehr verkaufen.

 

Die bisherige Praxis der indirekten Förderung wird zeitnah eingestellt, voraussichtlich ebenfalls bis zum 31.12.2018.

 

Eine direkte Förderung der Beförsterung ist geplant, wird aber für die FBGen einen wesentlich größeren organisatorischen Aufwand bedeuten (Ausschreibungen, Vergabe, etc.).

 

Ob der Landesbetrieb Wald und Holz NRW sich an diesen Ausschreibungen beteiligen darf, wird im Laufe dieses Sommers nach einem Urteil des Bundesgerichtshofs feststehen (siehe unten). Wenn die Beförsterungen für Private noch möglich sind, können diese nur noch zu Vollkosten erfolgen.

 

Ein Fazit nach all diesen Veränderungen steht schon fest:

Die Forstbetriebsgemeinschaften müssen sich professionalisieren und verstärkt eigenständig handeln.


Pressestimmen

Hier finden Sie Zeitungsberichte und Stellungnahmen zum umfangreichen Thema Kartellverfahren:

Der Bund Deutscher Forstleute veröffentlichte folgenden Artikel zur Entscheidung des Bundesgerichtshofs in Sachen Kartellverfahren:

"Krimi beendet - Bundesgerichtshof sorgt für Rechtsfrieden im Wald"

Bericht auf www.bdf-online.de vom 13.06.2018


"Waldbesitzer schließen sich zusammen"

Bericht auf www.bergischerbote.de vom 28.03.2018 (Autor: Sven Schlickowey)


"Forstbetriebsgemeinschaften bündeln ihre Kräfte"

Bericht auf www.oberberg-aktuell.de vom 23.03.2018


 "Forstwirtschaftliche Vereinigung - Gemeinsam das Holz auf den Markt bringen"

Bericht in der OVZ vom 22.03.2018 (Autor: Harald Knoop)


"Forstamt stellt Vermarktung ein - Oberbergische Waldbesitzer müssen selber verkaufen"

Bericht in der OVZ vom 09.03.2018 (Autor: Arnd Gaudich)


Offener Brief des Waldbauernverbandsvorsitzenden in "Die Waldbauern in NRW" Ausgabe 06/2017.